Mit Canva großartige Designs erstellen – Auch wenn man kein Designer ist

Kennst du das auch? Du brauchst schnell ein kleines Design, eine Infografik, ein passendes Bild für die sozialen Medien oder eine Illustration um deinen Artikel grafisch aufzupeppen. Natürlich bist du kein ausgebildeter Designer und daher verbringst du Stunden damit dir etwas „zurechtzubasteln“, was dir am Ende nicht einmal richtig gefällt.

Während professionelle Grafikprogramme wie Photoshop einen mit ihren schier unendlichen Möglichkeiten und Funktionen nahezu erschlagen, bieten Paint und Co. nicht einmal wichtige Grundfunktionen wie mehrere Bildebenen oder grafische Elemente zum einfügen.

Ist es überhaupt möglich als Nicht-Designer auf die Schnelle hochwertige Designs selbst zu erstellen? Im heutigen Artikel geht es um ein Tool, welches genau dies verspricht. Es heißt Canva, ist grundsätzlich kostenlos und braucht nicht einmal installiert zu werden. Was es genau es kann und wofür du es einsetzen kannst, siehst und liest du im Folgenden.


Eigenschaften

Auf der Startseite canva.com erwartet einen zunächst nur ein Anmeldefeld und das vollmundige Versprechen, dass Canva das „easiest to use design programm in the world“, also das am einfachsten zu benutzende Designprogramm der Welt, sei. Registriert man sich jedoch mit seiner E-Mailadresse oder loggt sich komfortabel mit seinem Google Plus- oder Facebookaccount ein, öffnet sich ein Tutorial, in welchem man sich mit den Programmfunktionen vertraut machen kann. Diese befinden sich alle in einem übersichtlichen Menü auf der linken Seite neben der Arbeitsoberfläche und funktionieren nach dem „Drag & Drop“-Prinzip, d.h. man wählt ein Element ganz einfach per Mausklick aus und arrangiert es dann nach seinen Wünschen im Arbeitsbereich.

Während des Tutorials wird man beispielsweise aufgefordert ein Bild zu suchen, einen Text in eine Vorlage einzufügen oder einem Affen einen Hut aufzusetzen. So lernt man spielerisch die Möglichkeiten des Tools kennen. Canva ist komplett in englischer Sprache gehalten, die grafischen Menüpunkte sind jedoch fast selbsterklärend und da man während des Tutorials wirklich „an die Hand genommen wird“, kann man mit Canva auch arbeiten wenn man kein Englisch spricht. Ist das Tutorial abgeschlossen (man kann es auch überspringen), wird man auf eine Seite weitergeleitet, auf der man sich zunächst aussucht für welchen Zweck man ein Design braucht. Zur Auswahl stehen sieben Oberthemen mit konkreteren Unterpunkten.

Dies sind:

 
Events
Hochzeitseinladung
Einladung (Portrait)
Karte
Fotocollage
Einladung

Blogging & eBooks
Infografik
Blog Grafik
Kindle Cover
Album Cover
Blog Titelbild

Marketing Materials
Flyer
Geschenkgutschein
Visitenkarte
Poster
Immobilienflyer Speisekarte

Social Media & Email Header
Etsy Banner
Facebook Coverbild
Google Plus Foto
Youtube Kanal Foto
Twitter Header Email Header

Social Media Posts
Social Media Bild (allgmein)
Instagramm Post
Twitter Post
Pinterest Grafik
Facebook Post Facebook App

Documents
Präsentation
Präsentation (16:9)
US Brief
A4

Ads
Facebook Anzeige
Medium Rectangle
Large Rectangle
Leaderboard
Wide Skyscraper

Canva Layout-Auswahl

Canva Layout-Auswahl (Teilbereich)

Du siehst also schon: Canva bietet eine große Auswahl an Designvorlagen für fast jeden Zweck. Ganz gleich ob du eine Hochzeitskarte, einen Gutschein oder ein Cover für dein eigenes Kindle E-Book designen willst – Canva hilft dir dabei. Das Tolle daran ist, dass die Vorlagen schon über genau die richtigen Maße für die entsprechenden Verwendungszwecke verfügen. Das heißt möchtest du beispielsweise ein Facebook Titelbild gestalten, liefert dir das Tool automatisch die perfekten Abmessungen dazu.

Hast du dich per Klick für eine Designvorlage entschieden, wechselt Canva wieder in die
Benutzeroberfläche zurück, die du bereits aus dem Tutorial kennst. Hier hast du nun die Möglichkeit die gewählte Designvorlage nach deinen Wünschen anzupassen. Hierfür stehen dir eine handvoll Funktionen zur Verfügung. Doch welche sind dies genau? Kommen wir nun zu den einzelnen Menüpunkten:

Online Kurs: Canva einfach erklärt

Lerne das Online Grafik Tool Canva kennen und erfahre, wie du professionelle Designs in wenigen Minuten erstellst.

Mehr Infos >

Search
Über die Suchfunktion kann man per Eingabe eines Suchbegriffs aus einer Million Bilder passende Fotos oder Grafiken für sein Projekt finden. Zu beachten hierbei ist, dass man nach englischen Begriffen suchen sollte, da ja das Programm und somit natürlich auch diese Suche auf englisch sind. Wenn man noch keine genaue Vorstellung hat, bietet Canva unter diesem Menüpunkt auch die Möglichkeit sich Bilder und Grafiken nach Typ anzeigen zu lassen. D.h. man kann sich beispielsweise jeweils nur Icons, Rahmen, Fotos oder Diagrammelemente anzeigen lassen.

Layouts
Hier sucht man sich sein Grundlayout aus. Hast du dich also im vorherigen Punkt beispielsweise dazu entschieden ein Kindle Cover zu entwerfen, findest du hier fertige Buchcover, bei denen du nur noch Titel und Autor zu ändern brauchst.

Text
Hier findest du fertige Textelemente und die Möglichkeit Textfelder mit eigenen Texten in dein Design einzufügen.

Background
Hier suchst du eine Hintergrundfarbe oder alternativ ein Hintergrundbild für dein Design aus.

Uploads
Hier kannst du eigene Bilder von deiner Festplatte oder direkt von Facebook oder Google Drive hochladen und in dein Design einfügen.

Mit persönlich gefallen auch die Instagramähnlichen Filter sehr gut. Ebenfalls kann man Bilder mit Basic-Einstellung wie Helligkeit etc. bearbeiten.

Canva Bearbeitungs-Modus

Canva Bearbeitungs-Modus


Benutzerfreundlichkeit

Ob Canva wirklich das am einfachsten zu nutzende Designprogramm der Welt ist, weiß ich nicht. Es ist jedoch gut möglich. Denn fest steht, dass es wirklich sehr einfach und intuitiv zu bedienen ist und dennoch tolle Funktionen bietet. Obwohl es leider nur in englischer Sprache verfügbar ist, lässt sich Canva – spätestens nach dem Tutorial – auch von nicht englisch sprechenden Personen sehr leicht bedienen.

Schrift bearbeiten

Schrift bearbeiten


Kompatibilität

Die Frage nach Kompatibilität stellt sich bei Canva eigentlich nicht. Man muss es nirgendwo installieren und kann es direkt im Browser nutzen. Ob du dazu nun Firefox, Google Chrome oder andere Browser nutzt ist dir überlassen. Lediglich in der Mobilversion auf einem Android Smartphone schwächelte Canva im Test. Hier konnten einige Designs nicht geladen werden. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, denn wer möchte ein Design schon auf einem kleinen Handybildschirm zusammenfrickeln?

Wer dennoch mobil seine Designs erstellen möchte, kann das mit einem ipad machen. Denn seit kurzem gibt es eine wirklich gute App im IOS App Store zu finden. Und auch diese ist kostenlos.


Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten von Canva sind äußerst vielfältig und lassen sich aus den angebotenen, bereits genannten Designvorlagen ablesen. Canva ist für alle geeignet, die nicht mit Profiprogrammen wie Photoshop umgehen können aber dennoch schnell eigene, schicke Designs für ihre Webseiten, Blogs oder Social Media Profile entwerfen möchten. Auch Plakate, Poster, Einladungskarten und Co. können schnell gestaltet werden. Für Profis oder umfangreiche Projekte ist Canva nicht geeignet, da der Funktionsumfang hierfür zu gering ist.


Kosten

Die Benutzung von Canva und seinen Designs ist grundsätzlich kostenlos. Es können jedoch Kosten für die Nutzung von einzelnen Bildern oder Vorlagen anfallen. Die Verwendung aller Bilder, die in der Übersicht mit einem „$“ statt einem „free“ gekennzeichnet sind, kostet jeweils einen US-Dollar. Aber keine Sorge: Die Kosten fallen 1. nur an wenn du dein Bild auch veröffentlichst und 2. ist jederzeit transparent ersichtlich welche Bilder kostenlos sind und welche nicht. Hier lauert also keine Kostenfalle.

Außerdem kannst du auch Bilder hochladen und so z.B. tolle kostenlose Fotos von pixabay.com u.ä. nutzen.


Fazit

Canva kann was! Verzeiht diesen Kalauer aber tatsächlich muss sich Canva nicht hinter einfachen kostenpflichtigen Programmen verstecken. Canva bietet genau das was es verspricht: Es ist einfach zu bedienen und hilft Nichtprofis im Handumdrehen eigene Designs im richtigen Format zu erstellen. Schau es dir an, probiere etwas herum und entscheide selbst ob es deinen Ansprüchen genügt – es kostet nichts!

Hier kommst du zu Canva ->

Über Jessica Ebert (13 Artikel)
In meinem Job als Online Business Coach, beschäftige ich mich oft mit Programmen, die das Leben eines Unternehmers einfacher machen können. Hier möchte ich dir verschiedene Tools vorstellen und dir Tipps zu diesen mit auf den Weg geben.

4 Kommentare zu Mit Canva großartige Designs erstellen – Auch wenn man kein Designer ist

  1. Ich arbeite auch schon einige Monate mit Canva und kann die Empfehlung nur unterstreichen.

    Als Unternehmercoach brauche ich immer wieder Material für meinen Blog und auch den Podcast, da ist Canva wirklich klasse.

    Mit ein wenig grafischem Gefühl geht da tatsächlich wirklich eine ganze Menge.

    Viele Grüße

    Jörg Mann

  2. Liebe Jessica!
    „Canva kann was!“ – genau so ist es, ich kann es super empfehlen – vielseitig, einfach, unkompliziert, rasch ;-)
    herzliche Grüße

  3. Hallo Jess,
    du hattest doch auch mal Youzign vorgestellt. Was findest du den besser, Canva oder Youzign?

    lg
    Jochen

    • Jessica Ebert // 15. Februar 2016 um 11:05 // Antworten

      Hallo Jochen, beides hat seine Vorteile. Bei Youzign gibt es mehr Vorlagen und eine direkte Anbindung an Pixabay etc. Bei Canva kann man Fotos direkt kaufen, allerdings nur für 24 Stunden nutzen. VG Jess

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